Övelgönne – Hamburger Kleinod mit bewegter Geschichter
Övelgönne ist heute ein etwa 1200 m langen Fußweg im Hamburger Stadtteil Othmarschen. Gelegen am nördlichen Elbufer, führt er zwischen Elbstrand einerseits und alten Lotsenhäusern andererseits entlang.
Geschichte Övelgönnes
Övelgönne kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Erstmals erwähnt wird es 1674 im Kirchenbuch Ottensens. Zunächst zum Dorf Othmarschen gehörig, wurde es 1731 selbstständig und mitte des 19. Jahrhunderts Teil der preußischen Provinz Holstein. Wenige Jahrzehnte später wurde es mit der damals preußischen Stadt Altona vereinigt, die wiederum 1937 in die Freie und Hansestadt Hamburg eingegliedert wurde.
Bereits in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts war Övelgönne Wohnort von Elbfischern und Elblotsen, zu denen sich zunehmend auch Kapitäne und Bootsbauer ansiedelten. Schnell entwickelte es sich zu einem beliebten Ferienziel für die Hamburger “Gesellschaft”, wozu zahlreiche Badeanstalten, Bootsverleiher und gastronomische Betriebe maßgeblich beitrugen.
Während die zunehmende Industrialisierung das Gesicht Hamburgs rasant veränderte, blieb Övelgönne zunächst ein Fischer- und Lotsendorf, welches nebenbei von Feriengästen lebte. Fischer, Lotsen und Badeanstalten gibt es hier heute nicht mehr, doch noch immer ist Övelgönne eines der bliebtesten Ausflugsziele Hamburgs – inmitten der Großstadt und gegenüber eines der größten Containerhäfen Europas.
Kommentar schreiben